Für mehr Biodiversität

Die Arbeit unserer Station ist vielfältig: Oberste Priorität haben der Erhalt und die Förderung der biologischen Vielfalt durch wissenschaftlich fundierte Betreuung von Schutzgebieten. Dabei kooperiert die ÖSML mit verschiedenen Verbänden, Behörden und Institutionen.

Lebensräume schützen 

Landwirtschaftlich genutzte Börderegionen, Wälder, Flussauen und Wiesen – diese Landschaftsräume bestimmen das Einzugsgebiet der Leine zwischen Hannover und Hildesheim. Darin pflegen und entwickeln wir Lebensräume für Tier- und Pflanzenarten – mit dem Ziel, die biologische Vielfalt dieser Gebiete zu schützen.

Arten erfassen 

Das ist notwendig, weil viele Arten durch die heutige Wirtschaftsweise und Naturnutzung bedroht sind. Intensive Agrarwirtschaft, Versiegelung von Flächen, aber auch Freizeitaktivitäten verdrängen immer mehr Tier- und Pflanzenarten. Um Arten schützen zu können, müssen sie jedoch erst einmal erfasst werden. Das heißt, man muss feststellen, welche wie häufig, selten oder gar nicht mehr vorkommen. Deshalb beobachten und kartieren wir zum Beispiel Biber, Feldhamster und Fischotter, Wald- und Wiesenvögel, Fledermäuse und Amphibien, Schmetterlinge, Libellen und Heuschrecken. Auch die Erfassung von Habitatbäumen, die wiederum von anderen Pflanzen und Tieren als Lebensraum genutzt werden und damit zur Artenvielfalt beitragen, führen wir durch. 

Landschaft pflegen 

Um die Arten zu sichern, die hier leben, setzen wir in Zusammenarbeit mit Eigentümer_innen, Flächennutzer_innen und Naturschutzverbänden Maßnahmen zur Landschaftspflege um. Das Management für die Mahd extensiv genutzter Wiesen in der Leineaue ist ein Beispiel dafür. Die Pflege von Gehölzen dient dem Erhalt dieser wertvollen halboffenen Kulturlandschaft. Zum Schutz der heimischen Pflanzenarten bekämpfen wir Neophyten wie die Riesen-Goldrute. Diese Pflanzen, die ausfremden Regionen eingeschleppt wurden, breiten sich oft so stark aus, dass sie heimische Arten gefährden.

Dienstleistungen

  • Gutachterliche Erfassung von Tier- und Pflanzenarten:
    • Brut- und Reviervögel,
    • Feldhamster,
    • Fledermäuse,
    • Bilche,
    • Amphibien,
    • Heuschrecken,
    • Libellen,
    • Biotope und FFH-Lebensraumtypen.
  • Erarbeiten von artenschutzrechtlichen Fachbeiträgen.
  • Planung und Umsetzung von Naturschutzprogrammen und Pflegemaßnahmen.
  • Fachliche Beratung von Behörden und Verbänden sowie Landwirtschaft Betreibenden.

Umweltbildung und -kommunikation

Viele Menschen kommen jedes Jahr aus der Stadt und dem Umland in die Naturschutzgebiete, um Pflanzen- und Tierarten zu beobachten und die Landschaft kennenzulernen. Für die, die noch mehr erfahren möchten, bieten wir naturkundliche Exkursionen und Führungen zu ausgewählten Themen an, z. B. auf wissenschaftlicher Grundlage für Bildungseinrichtungen wie Universitäten und Schulen, aber ebenso für interessierte Naturliebhaber an, um die teils komplexen ökologischen Zusammenhänge etwa von Auenlebensräumen und ihren Arten zu erläutern.